Himmlische Lassirezepte für jeden Geschmack

Peter Rühe
Himmlische Lassirezepte für jeden Geschmack - Himmlische Lassirezepte für jeden Geschmack

Entdecke die ayurvedische Vielfalt des Lassis

Wer kennt es nicht, das leckere Mangolassi? Früher konnte man das cremige Erfrischungsgetränk fast nur im indischen Restaurant genießen, heute findet es sich bei jedem gut sortierten Supermarkt im Kühlregal. Doch Mangolassi ist nur eines von zahlreichen Lassi-Rezepten, die auf dem Speiseplan der ayurvedischen Küche stehen – neben Mango gibt es ihn zum Beispiel auch mit Banane, Kardamom oder Kokosnuss. Denn Lassis sind nicht nur himmlisch lecker, sondern auch sehr gesund.

Traditionell ist Joghurt die Grundlage aller Lassi-Rezepte. Joghurt unterstützt die Verdauung und ist eine natürliche Quelle von Probiotika. Durch die Zugabe von Früchten, wie Mango oder Banane, erhält man zusätzlich Vitamine und Antioxidantien. So wird das Lassi zum Immunbooster. Meide jedoch saures Obst für Lassis. Die Kombination von sauren Früchten und Joghurt oder Milch führt zur Gärung im Magen und Darm und damit zu Ama (schwerverdauliche - und im Ayurveda unbedingt zu vermeidende - Verdauungssubstanzen).

Sauermilchprodukte (dazu gehören neben Joghurt auch Buttermilch, Kefir, Molke und Quark) gelten im Ayurveda als eher schwer verdaulich, daher wird empfohlen, diese mit Wasser zu mischen und nicht auf nüchternen Magen oder am späten Abend zu genießen. Wer eine gute Verdauung hat, verträgt ein Mischungsverhältnis von 1:2 oder 1:3, leichter verdaulich ist ein Mischungsverhältnis von 1:4 oder 1:5. Wer diese Vorgaben beachtet, profitiert von den vielen positiven Gesundheitseffekten des leckeren Joghurtgetränks.

Trinke deinen Lassi voller Genuss und Freude entweder zum Essen oder als Dessert. Er sollte Zimmertemperatur haben oder sogar noch etwas wärmer sein. Im Ayurveda wird er auf keinen Fall gekühlt serviert. Denn was kälter als dein Bauch ist, muss vom Körper auf Betriebstemperatur gebracht werden. Wenn du zum Essen etwas Kaltes trinkst, muss dein Verdauungsfeuer, Agni, dieses kalte Getränk erwärmen. Diese Energie fehlt dann aber, um dein Essen gut zu verdauen.
 

MANGO- ODER BANANENLASSI

Damit das Mangolassi gelingt, ist es wichtig, eine besonders süße und reife Mango und einen hochwertigen Bio-Joghurt (Doppelrahmstufe) zu verwenden. Wer lieber Banane mag, kann die Mango durch eine reife, mit der Gabel zerquetschte Banane ersetzen.

ZUTATEN für 2-3 Portionen

  • 1 reife süße Mango (alternativ fertiges Mangopüree aus dem Glas) – für Bananenlassi einfach durch eine sehr reife Banane ersetzen
  • 4-8 EL Bio-Joghurt mit mind. 3,5 % Fett (oder eine vegane Alternative)
  • 400 ml stilles Wasser
  • Eine Prise gemahlenen Kardamom
  • Eine Prise gemahlenen Ingwer (für Bananenlassi durch Zimt ersetzen, auch Vanille passt hervorragend zu Banane)
  • 1-2 TL Honig nach Geschmack bzw. alterativ ein anderes Süßungsmittel, z.B. Ahornsirup oder Sharkara (ayurvedischer Rohrzucker) - Kaphatypen sollten gundsätzlich sparsam mit Süßen sein

Zubereitung

Schäle und püriere die reife Mango. Gib die gewünschte Menge Joghurt in eine Kanne oder Schüssel und mische diesen mit 400 ml Wasser (im Verhältnis 1:2 bis 1:5). Gib dann das Mangopüree, die Gewürze und den Honig dazu und rühre alles mit einem Quirl kräftig durch. Fülle das Lassi in Gläser und garniere diese mit etwas Minze.

 

GEWÜRZLASSI

Gewürzlassi wird in Indien und vom Ayurveda sehr geschätzt, denn mit seinen gesunden Fetten und den kühlenden Gewürzen mildert es die Schärfe eines Currygerichts. Auch hier verwendet man frischen Vollfett- Joghurt oder ein veganer Joghurt in Bio-Qualität.

ZUTATEN für 2-3 Portionen

  • 4 EL Bio-Joghurt Vollfett (oder eine vegane Vollfett-Alternative)
  • 400 ml stilles Wasser
  • Gewürzvariante 1: Vata beruhigend: Kreuzkümmel, Ingwer, Steinsalz
  • Gewürzvariante 2: Pitta beruhigend: Kreuzkümmel, Koriander, Steinsalz
  • Gewürzvariante 3: Kapha beruhigend: Zimt, Pfeffer, Kreuzkümmel, Kardamom, Ingwer, Honig

Zubereitung

Der Gewürzlassi ist traditionell etwas dünnflüssiger und daher besonders durststillend und erfrischend. Den Joghurt mit dem Wasser mischen und schaumig schlagen. Je nach Dosha-Konstitution die Gewürze der gewünschte Variante dazugeben und gut verrühren.

KOKOSLASSI

Kokoslassi ist ein echter Genuss. Es kühlt zu viel Pitta und ist besonders empfehlenswert für die Sommerzeit, insbesondere für Vata- und Kaphatypen. Wenn du ein Pittatyp bist, dann ist Kokoslassi für dich das ganze Jahr über sehr gut geeignet.

ZUTATEN für 2-3 Portionen

  • 4-8 EL Bio-Joghurt Vollfett (oder eine vegane Alternative)
  • 400 ml Wasser
  • 1/2 Tasse Kokosnuss-Mus (aus dem Glas)
  • 2-3 TL Honig nach Geschmack
  • 1 Prise gemahlene Bourbon-Vanille
  • 2 Prisen Kardamon gemahlen
  • 1 Prise Zimt gemahlen
  • Wer mag, kann auch noch feine Kokosraspeln hinzufügen

Zubereitung

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Kokosmus, Joghurt, Wasser und Gewürze verquirlen. Nach Geschmack anschließend Honig und evtl. Kokosraspeln einrühren.

  

SALZLASSI

Salzlassi beruhigt Vata, also zu viel „Feuer“. Deshalb ist das salzige Lassi für alle Vata-Typen und besonders auf stressigen Reisen wertvoll. Reisen erhöht das Vata-Dosha bei allen Menschen, denn Reisen bedeutet Aufregung und Bewegung.

ZUTATEN

  • 4-8 EL Bio-Joghurt Vollfett (oder eine vegane Alternative)
  • 400 ml Wasser
  • ½ TL Koriandersamen
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • 1 Prise Steinsalz
  • 1 Prise Pippali-Pfeffer

Zubereitung

Joghurt und Wasser kräftig verquirlen. Die Koriandersamen und den Kreuzkümmel trocken anrösten und danach fein mörsern, das wirkt sich besonders Vata beruhigend aus. Die Gewürze unter die Joghurt-Wassermischung rühren und Salz nach Geschmack hinzugeben. Wenn du hast, kannst du auch noch etwas Pippali-Pfeffer hinzufügen.

Anregungen für weitere Lassi-Varianten

Mit Ausnahme von sauren Früchten passen auch viele andere Zutaten zum Lassi. Probiere doch auch einmal Rosenwasser, Papaya, Safran, Kurkuma, Sternanis oder Ahornsirup. Wir wünschen guten Appetit!


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